Haarausfall bei Kindern – Wissenswerte Fakten

Haarausfalls bei Kindern
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Kinder und Haarverlust

Fällt Eltern bei ihren Kindern auf, dass deren Haare zunehmend ausfallen, ist der Schreck zunächst meist groß. Vielen ist nicht bewusst, dass auch bei Kindern Haarausfall keine Seltenheit ist. Allein in Deutschland sind von der häufigsten Form des Haarausfalls bei Kindern – der Alopezia Areata – circa 400.000 Kinder betroffen. Zusätzlich gibt es jedoch auch noch weitere Ursachen, die grundsätzlich zu Haarausfall führen können, auch bei Kindern. 

Effluvium Capillorum – so wird der Haarausfall bei Kindern fachlich bezeichnet.

Der Haarausfall kann unterschiedliche Ursachen haben. Die gute Nachricht gleich vorneweg- er kann in vielen Fällen durch das richtige und rechtzeitige Handeln gestoppt werden. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, dass unter anderem Medikamente für den Haarausfall bei einem Kind ursächlich sind. Bestimmte Wirkstoffe können sich negativ auf das Haarwachstum auswirken, es bremsen oder gar stoppen. 

Ein weiterer Grund für Haarausfall ist das Anagenhaar-Syndrom. Dieses umschreibt eine Haarstörung, welche sich durch die einfache und zumeist schmerzfreie Ablösung von Haaren auf der Kopfhaut auszeichnet. Das Syndrom kann sowohl vererbt werden, als auch völlig zufällig auftreten. In den meisten untersuchten Fällen sind insbesondere blonde Kinder davon betroffen. Rein pathologisch betrachtet ist die Ursache für diese Art von Haarausfall eine zu gering vorhandene innere Wurzelscheide an den Haaren. Tritt das Syndrom auf, so passiert dies meistens im Alter zwischen zwei und acht Jahren. Eine andere Form des Haarausfalls tritt insbesondere bei jungen Mädchen auf, da diese in der Regel längeres Haar haben, welches es zu pflegen gilt. 

Geschieht diese Pflege aber nicht haargerecht, so wird das Haar in einer gewissen Form „misshandelt“ und trägt Spuren davon – den sogenannten Traktionshaarausfall. Die „Misshandlung“ des Haares könnte beispielsweise ein zu starkes Bürsten der Haare sein oder Haargummis, die zu eng in die Haare gemacht werden. Insbesondere dünnes Haar ist durch die regelmäßige Nutzung von Haargummis in Zöpfen besonders gefährdet für vermehrten Verlust der Haare. Ebenso können jegliche Kopfhauterkrankungen der Haarstruktur und der Haarmenge schaden. Vor allem Pilzerkrankungen sind auf der Kopfhaut von Kindern verbreitet. 

Die „Tinea Capitis“ oder die „Ringelflechte“ treten am häufigsten auf. Sie treten meist durch den Kontakt mit Tieren auf und sind in manchen Fällen ansteckend. Erkannt werden die Pilzerkrankungen an einer sehr trockenen, roten und entzündeten Kopfhaut. 

Neben den soeben beschriebenen Ursachen tritt sogar der von Erwachsenen bekannte kreisrunde Haarausfall – Alopecia Areata – bei Kindern auf. Doch in den meisten Fällen ist hier keine Therapie erforderlich. Der Haarwuchs setzt für gewöhnlich nach ungefähr einem Jahr wieder ein und lässt die unschönen kreisrunden kahlen Stellen verschwinden. 

Eine Spezialform für Haarverlust bei Kindern ist die Trichotillomantie, wobei sich die Kinder ihre eigenen Haare ständig selbst herausreißen. Diese Handlung ist auf ein psychisches Problem zurückzuführen. Das Herausreißen der eigenen Haare lindert beispielsweise vermeintlich Ängste und Spannungen der betroffenen Personen. Dies wirkt sich natürlich negativ auf das Haarwachstum aus, da teilweise die Haarwurzeln herausgerissen werden. Glücklicherweise ist Trichotillomantie ein seltener Fall. Dennoch sollten diese Kinder dringend psychologische Hilfe erhalten, um die Grunderkrankung möglichst früh in den Griff zu bekommen.

Leiden Kinder unter dem Alopecia Areata Haarausfall, so ist die Stärkung des Immunsystems die beste Therapie. Auch Medikamente sollten möglichst vermieden werden. Ebenso wirkt sich die Ernährung auf den Haarwuchs aus. Daher ist es elementar wichtig, dass Kinder eine gesunde und ausgewogene Ernährung genießen. Selbstverständlich darf es auch mal etwas Fettiges und auch etwas Süßes dazwischen geben. Eine ausgewogene Ernährung mit überwiegend gesunden Bestandteilen ist jedoch in vielerlei Hinsicht, nicht nur im Hinblick auf das Haarwachstum, sinnvoll. 

Hausmittel, die das Haarwachstum anregen, können auch förderlich sein. So eignet sich bspw. eine Kopfhautmassage mit ätherischen Ölen auf ganz natürliche Art und Weise, um Kopfhaut und Haar zu verwöhnen. Trotz allen Empfehlungen im Internet sollte bei Haarausfall bei Kindern ein Kinderarzt konsultiert werden. Dieser wird den betroffenen Eltern und Kindern zunächst die Diagnose mitteilen, denn die genaue Kenntnis über die Form des Haarausfalls ist elementar für die richtige Therapie. Dafür sind eine umfassende Untersuchung und eine Blutentnahme nötig. Ansonsten helfen in einigen Fällen auch Haarwuchs stimulierende Präparate, die der Kinderarzt in diesem Fall verschreiben würde.

Glücklicherweise ist der Haarausfall bei Kindern und Jugendlichen in den meisten Fällen nur vorübergehend und gut behandelbar. Dennoch ist es wichtig die genaue Ursache zu klären. 

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