Schuppen und wie diese behandelt werden können

Schuppen
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Ursachen und Behandlung von Schuppen

Jeder zweite Mensch hat im Laufe seines Lebens mindestens einmal mit Schuppen zu kämpfen. In den meisten Fällen werden diese als sehr unangenehm empfunden, insbesondere wenn kleine Schüppchen auf die Schultern der betroffenen Person rieseln und somit für das Umfeld ersichtlich werden. Glücklicherweise sind Schuppen in den meisten Fällen nur ein kosmetisches Problem, welches mit Anti-Schuppen-Shampoos, Lotionen und Salben problemlos behandelt werden kann.

Erweisen sich die Schuppen jedoch als hartnäckig und wiederkehrend, so besteht der Verdacht auf eine Hauterkrankung. Treten Symptome wie starke Rötungen, Entzündungen, Jucken und Nässen der Kopfhaut auf, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Vor allem wenn Haarausfall hinzu kommt, ist ein Besuch des Dermatologen unabdingbar. Häufig sind dafür Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Pilzbefall verantwortlich. Schuppen unterscheiden sich grundsätzlich in zwei Kategorien:

Die trockenen Schuppen: Diese Art entsteht überwiegend durch trockene Heizungsluft, austrocknende Haarpflegeprodukte, eine trockene Kopfhaut oder ein zu heißes Föhnen.

Die fettigen Schuppen: Diese entstehen häufig durch eine erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut und äußern sich in der Farbe Gelb, sind größer und fühlen sich ölig an. Bei dieser Art Schuppen entsteht oftmals ein Pilz auf der Kopfhaut, da die klebrigen Schuppen nicht so schnell abgesondert werden können.

Wie entstehen Schuppen?

Einfach formuliert entstehen Haarschuppen, wenn abgestorbene Hautzellen abgestoßen werden. Genauer betrachtet sind folgende der drei Faktoren ausschlaggebend für die Entstehung von Schuppen: 

  1. Malassezia globosa: Ein Mikroorganismus, der natürlicherweise die menschliche Kopfhaut bewohnt.
  2. Talg: Ein natürliches Fett, dass auf der menschlichen Kopfhaut angesiedelt ist.
  3. Eine empfindliche Kopfhaut. 

Der Mikroorganismus Malassezia Globosa ernährt sich auf der menschlichen Kopfhaut von Fetten. Bei diesem Prozess entsteht Ölsäure. Personen, die unter einer empfindlichen Kopfhaut leiden, reagieren ebenso empfindlich auf die produzierte Ölsäure. Die Kopfhaut bleibt irritiert zurück, entzündet sich, rötet und beginnt teilweise zu jucken. Um diese Reaktion abzufangen bzw. zu stoppen, signalisiert das menschliche Gehirn der Kopfhaut, Hautzellen schneller als gewöhnlich abzustoßen, um die entzündeten Stellen der Haut loszuwerden. Dies führt letztendlich dann zum Entstehen von Haarschuppen.

Neben den naturgegebenen Faktoren, die eben beschrieben wurden, gibt es auch zahlreiche externe Faktoren, die das Auftreten von Schuppen begünstigen. Zum einen spielen die Jahreszeiten eine Rolle bei der Schuppenbildung. Insbesondere die Extreme „Winter“ und „Sommer“ setzen der Kopfhaut zu. Im Sommer begünstigt die Schweißbildung die Schuppenproduktion. Im Winter trocknet häufig die Kopfhaut aus, was beispielsweise durch die viele Heizungsluft hervorgerufen wird. Zum anderen wirkt sich auch Stress auf die Kopfhaut aus. Stress wirkt sich grundsätzlich auf zahlreiche Organe und die Psyche eines Menschen aus, auch die Kopfhaut bleibt davon nicht verschont.

Doch ebenso die eigene Haarpflege und die Ernährung kann zur Bildung von Kopfschuppen führen. Oftmals nutzen Menschen für sie ungeeignete Haarpflegeprodukte. Die Anwendung der falschen Haarstyling-Produkten ist ebenfalls nicht selten für die Bildung derer verantwortlich. Ganz im Gegenteil: Ein übermäßiges Styling der Haare unterstützt diese eher. Bestenfalls sollten daher nur wenige und aufeinander abgestimmte Haarstyling-Produkte Anwendung finden.

Bei der Ernährung gilt es darauf zu achten fettreiche Ernährung zu meiden, da dies die Talgproduktion der Haut verstärken kann. Zudem sorgen Alkohol, Zucker, Kaffee und Weizenmehl für ein erhöhtes Nahrungsangebot für Mikroorganismen auf der Haut. Stattdessen sollte die Ernährung dem Körper ausreichend Haarvitamine (Vitamin A, Vitamin E, Biotin) zuführen. 

Was dagegen tun?

Wie bereits eingangs beschrieben, sind Haarschuppen glücklicherweise meistens ein rein kosmetisches Problem. In diesem Fall eignen sich dermatologische Produkte, die im Drogeriemarkt oder in der Apotheke erhältlich sind. Dazu zählen Anti-Schuppen-Shampoos, Salben und Cremes. Diese Produkte schaffen bei vielen Personen rasche Abhilfe. Doch auch bei der Selbstbekämpfung sollten einige Aspekte beachtet werden, um die Schuppen nachhaltig zu verabschieden:

  • Anti-Schuppen-Shampoos enthalten pilzabtötende Wirkstoffe, die lästigen Schuppen sehr gut entgegenwirken können. Allerdings eignen sich solche Shampoos nicht für die tägliche oder längerfristige Anwendung, da die Kopfhaut dadurch ausgetrocknet werden kann. Die Austrocknung der Kopfhaut wirkt der Bekämpfung negativ entgegen, da Probleme so nur  verstärkt werden, anstatt sie zu lindern. Die empfohlene Anwendung ist ein- bis dreimal pro Woche und nicht länger als einen Monat.
  • Bei trockener und fettiger Kopfhaut sollte das Haar nicht täglich gewaschen werden. Zudem ist stark darauf zu achten, dass jegliche Haarpflege-Reste durch das Ausspülen mit klarem Wasser entfernt werden. Auch ein zu heißes Föhnen sollte vermieden werden.

Liegt Schuppen eine Hautkrankheit zu Grunde, so sollte gemeinsam mit dem Dermatologen (Hautarzt) eine entsprechend für den Patienten geeignete Therapie gegen die Probleme gefunden werden. Üblicherweise verhelfen Hautärzte mit folgenden Therapiemöglichkeiten:

  • Besondere Shampoos die Salicylsäure enthalten. Die Säure löst die Schuppen auf und sorgt dafür, dass die Haut darunter aufnahmefähiger für medizinische Salben wird.
  • Vitamin D-3 Präparate, da diese entzündungshemmend wirken. Zusätzlich dazu verlangsamen und normalisieren sie den Prozess der Schuppenbildung. Die Präparate sind für eine längerfristige Therapie von bis zu einem Jahr gedacht. 
  • Bei Pilzbefall der Kopfhaut und fettigen Hautarealen greift der Dermatologe üblicherweise auf Antipilzmittel zurück. Darin sind Wirkstoffe wie Ketoconazol und Clotrimazol enthalten. 

Es ist in jedem Fall sehr wichtig, dass vor einer geplanten Behandlung, wie beispielsweise einer Saphir FUE Haartransplantation, die Ursache der Schuppen gefunden und beseitigt wird.

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