Alopecia universalis: Haarausfall am ganzen Körper

Haarausfall
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Der komplette Haarausfall 

Haarausfall hat sehr viele Facetten! Nicht immer muss dieser nur die Kopfhaut betreffen. Auch die komplette Körperbehaarung kann davon befallen sein. 

Im Laufe unseres Lebens verändert sich nicht nur die Haut eines Menschen, sondern ebenso die Körperbehaarung. 

Bereits im Mutterleib weisen Embryos eine schützende Haarschicht auf, die sich nach der Geburt in der Regel wieder zurückbildet. Auch im darauffolgenden Kindesalter folgt eine 

Mensch Phase in der sich das Flaumhaar bildet. Hierbei handelt es sich um sehr dünne und unpigmentierte, fast durchsichtige Härchen. Im Laufe der Pubertät bildet sich dann das Terminalhaar. Dieses ist pigmentiert, erscheint also in einer Farbe und ist sehr viel kräftiger, als das Flaumhaar aus dem Kindesalter. 

Bei der Alopecia universalis handelt es sich um eine besonders extreme Form des Haarverlusts. Hier fallen den Betroffenen die kompletten Körperhaare aus. Sie betrifft also nicht nur den Kopf sondern auch beispielsweise die Beine, Arme, die Augenbrauen und den Bart. 

Ursachen für Alopecia universalis

Bislang wurde noch keine hundertprozentige und eindeutige Ursache für den Haarausfall am gesamten Körper (Alopecia universalis) festgestellt. Medizinische Forsche, Ärzte und Fachleute nehmen derzeit an, dass es sich um eine Störung des Immunsystems handelt. Es wurde definitiv festgestellt, dass die Haarfollikel von einer Entzündung betroffen sind. Diese wiederum sondert gewisse Stoffe ab, die das Wachstum der Haare unterbinden oder behindern. 

Für eine Hormonbeteiligung oder eine hormonelle Störung liegen aber zum Beispiele keinerlei Anhaltspunkt vor. Der Haarausfall am kompletten Körper kommt bei Menschen unterschiedlichen Geschlechts und Alters gleichermaßen vor.

Derzeit arbeiten unter anderem Humangenetiker einen einer genetischen Entschlüsselung dieser außergewöhnlichen Krankheit. Momentan stehen hier einige Gene im verdacht, die auch bei rheumatischen Erkrankungen und Diabetes beispielsweise eine Rolle spielen. Auch eine vererbliche Komponente kann, ebenso wenig wie Umweltfaktoren,  nicht ausgeschlossen werden. Als Risikofaktor zählt bei den meisten Formen des Haarausfalls auch Stress dazu. Ob dieser auch hier eine Rolle spielt, konnte bislang noch nicht geklärt werden.

Was tun bei komplettem Haarausfall?

Bevor mit einer gezielten Behandlung der Alopecia universalis (dem Haarausfall am kompletten Körper) begonnen werden kann, muss zunächst die Diagnose dieser Erkrankung gesichert sein. Hierzu gilt es insbesondere zunächst andere Erkrankungen auszuschließen. Beispielsweise könnte ebenso eine Pilzinfektion der Kopfhaut zu Grunde liegen. 

Leider gibt es nach dem aktuellen stand der Forschung noch keine endgültige Heilung für die Alopecia universalis. Der Krankheitsverlauf ist auch von Person zu Person anders und somit nicht vorhersehbar. In manchen Fällen kommt es sogar auch zu einer plötzlichen  Spontanheilung. Es kommt auch vor, dass die Haare nach vielen Jahren des “Kahlseins” auf einmal wieder wachsen. Leider liegt der Schätzung bei nur etwa 10% der Betroffenen, die eine komplette Heilung erfahren. 

Folgen der Alopecia universalis

Sonnenschutz ist für die an Alopecia universalis Erkrankten besonders wichtig. Hier sollte immer auf ausreichend Sonnencreme und eine Sonnenbrille geachtet werden. Auch durch das Fehlen der Nasen-und Ohrenbehaarung  kann weitreichende Folgen mit sich bringen. Diese Härchen haben nämlich eigentlich eine Schutzfunktion vor Infektionen und Allergenen.

Es gibt Hilfsmittel, wie zum Beispiel eine Echthaarperücke, wodurch die kahle Kopfhaut verdecken wird und die Krankheit nicht auf den ersten Blick erkennbar wird. Der komplette Verlust der Haare wirkt auf viele Leute sehr fremdartig. Das spiegelt sich letztendlich auch im Verhalten gegenüber betroffenen Personen wider. 

Der Haarausfall am kompletten Körper hinterlässt nicht nur direkt sichtbare Schäden. Auch die Psyche der Betroffenen wird zumeist stark in Mitleidenschaft gezogen. Es besteht die Möglichkeit aufgrund der Krankheit auch einen Grad der Behinderung zu beantragen. Welcher Grad es letztendlich wird, wird jedoch hier immer fallspezifisch entschieden.
Es gibt auch die Option beispielsweise eine Therapie oder eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen. In letzterer können sich Betroffene untereinander austauschen und müssen die Last auf ihren Schultern nicht komplett alleine tragen.

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