Anabolika und Haarausfall – gibt es einen Zusammenhang?

Anabolika und Haarausfall
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Anabolika und Haarausfall

Viele träumen von einem durchtrainierten, muskulösen Körper. Manch einer möchte sogar noch weiter gehen und strebt eine richtige Bodybuilder-Figur an. Diese lässt sich jedoch nur mit knallhartem Training und Disziplin verwirklichen. Um ganz ehrlich zu sein gehört in den meisten Fällen auch eine gute Portion Veranlagung dazu. Es gibt jedoch auch Wege, diesen Prozess zu beschleunigen und voranzutreiben. Nicht immer sind diese auch legal! Beispielsweise kann unter der Zuhilfenahme von Anabolika ein schneller “Erfolg” in Sachen Traumbody erzielt werden. Die Frage ist in diesem Fall jedoch, welchen Preis der Nutzer dieser leistungssteigernden Substanzen am Ende dafür zahlt.

Anabolika gehört zu der Gruppe der Steroide. Hierbei handelt es sich um eine chemische Verbindung die zur Gruppe der wasserlöslichen Lipide gehören. Um es gleich vorwegzunehmen: Nicht alle Steroide verursachen Haarausfall. So zählen zu den Steroiden auch die natürlichen Sexualhormone Östrogen, Progesteron und Testosteron oder beispielsweise das Cholesterin und Cortison. 

Nebenwirkungen von Anabolika

Eine der unangenehmen Nebenwirkungen von Anabolika ist der zunehmende Haarausfall. Untersuchungen haben ergeben, dass eine Überempfindlichkeit auf ein männliches Hormon die häufigste Ursache für Haarausfall ist. Dieser wird auch als genetisch bedingter Haarausfall bezeichnet. Somit ist es kein Wunder, dass Anabolika in diesem Fall  eine ganz entscheidende Rolle spielen. Denn bei bei dieser Substanz handelt es sich um ein künstliches Derivat von Testosteron, dem männlichen Sexualhormon. Auch erzeugt Anabolika Stress auf den gesamten Körper. Es erhöht in vielen Fällen unter anderem das Aggressionspotenzial. Und auch Stress im Allgemeinen ist ein wichtiger Faktor, der das Haarwachstum negativ beeinflussen kann und sogar zu Haarausfallen führen kann. 

Neben dem Verlust der Haare und der gesteigerten Aggressivität führt der Missbrauch von Steroiden wie Anabolika auch zu eine ganzen Reihe weiterer Nebenwirkungen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Depressionen
  • Bildung einer Männerbrust (Gynäkomastie)
  • Bluthochdruck
  • Kurzatmigkeit
  • Akne (hauptsächlich auf dem Rücken)

Wer seinen Trainingserfolg mit diesem Mittel beschleunigen will, sollte sich – neben der rechtlichen Konsequenzen – auch des Risikos bewusst sein. 

Mit anderen Mitteln gegenwirken

Sicherlich gibt es mittlerweile auch Medikamente auf dem Markt, die den Haarausfall stoppen können und den Haarwuchs wieder anzuregen. Jedoch nützen diese bei gleichzeitiger Anwendung von Anabolika nichts. Die Kopfhaut und die Haarwurzeln werden durch die Steroide schlicht und ergreifend zu empfindlich und die Haar würden direkt wieder ausfallen.

Haarwuchsmittel wie Minoxidil oder auch Finasterid können erst nach dem Absetzen der Steroide zum Einsatz kommen bzw. sie würden auch erst dann wirken. Dies setzt natürlich voraus, dass die Haarfollikel noch intakt sind. Diese Schritte sollten aber unbedingt mit einem Arzt abgesprochen werden. Denn auch diese Haarwuchsmittel können jede Menge Nebenwirkungen mit sich bringen. Hier muss zunächst eine individuelle medizinische  Abwägung erfolgen.  

Haartransplantation nach Steroidmissbrauch

Sollten die Haare durch die Einnahme von Anabolika in der Vergangenheit stark in Mitleidenschaft gezogen worden sein, kann eine Haartransplantation die Lösung sein. Insbesondere bei starkem und irreversiblem Haarausfall kann der Eingriff die einzige Lösung sein, um zu vollem Haar zurückzugelangen.
Sehr wichtig ist jedoch, dass die Steroide bereits seit einiger Zeit abgesetzt wurden und der Haartransplantationsspezialist über die vorhergegangene Einnahme informiert wird.

Fazit

Haarausfall ist nur EINE der schädlichen Nebenwirkungen beim Missbrauch von Steroiden. In natürlicher Form treten Steroide beispielsweise in Form von Hormonen auf. Wird ein Steroid, wie eben auch Anabolika, zum Muskelaufbau bzw. als Dopingmittel verwendet, kann dies zu nicht überschaubaren Nebenwirkungen führen. Hierzu gehören neben dem Haarverlust auch Bluthochdruck, Gynäkomastie (weibliche Brustform beim Mann) oder erhöhte Aggressivität. Der Haarverlust verhält sich hier ähnlich dem des erblich bedingten Haarverlusts.

Es ist ratsamer auf ein ausgeklügeltes Trainingsprogramm, eine ausgewogene Ernährung und gegebenenfalls Proteinshakes zum Muskelaufbau zu setzen. Sicherlich bedeutet dies auch einen größeren Zeitaufwand und jede Menge Disziplin. Doch wie heißt es so schön: Von nichts kommt auch nichts!

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