Schwermetall und Haarausfall

Die Auswirkungen von Schwermetall auf die Haare

Haarausfall kann vielfältige Ursachen haben – von genetischer Veranlagung über ungesunde Ernährung und Stress bis hin zu einer Schwermetallbelastung des Körpers. Doch wie kommt es zu einer Vergiftung durch Schwermetalle und dadurch zu Haarausfall?

Zunächst stellt sich die Frage was Schwermetalle eigentlich sind. Sie gehören zu einer Gruppe von Metallen, die eine bestimmte Dichte aufweisen. Bekannte Schwermetalle sind unter anderem Gold, Platin, Silber, Quecksilber, Zinn, Chrom und Uran. Nicht alle, aber viele Schwermetalle sind gesundheitsschädlich und teilweise hochgradig giftig für den menschlichen Organismus. Doch wie gelangen diese überhaupt in den Körper? 

Tatsächlich kommt es seit der Industrialisierung im Schnitt 500 bis 1000 mal häufiger zu einer Vergiftung durch Schwermetalle als zuvor. Die Industrie sorgt dafür, dass diese Metalle in die Atemluft und in das Grundwasser gelangen. Finden diese Metalle den Weg in den menschlichen Organismus, so lagert er diese hauptsächlich in der Leber, dem Gehirn, den Nieren und den Knochen ab.

Das kann letztendlich zu einer Schwermetallvergiftung führen, was selbstverständlich hoch gesundheitsschädlich ist und fatale Folgen mit sich bringen kann. Die Auswirkungen sind vielfältig und können von Bluthochdruck über Konzentrationsschwächen bis hin zu Krebs reichen. Auch Haarausfall kann daraus resultieren. 

Relevante Schwermetalle im Bereich „Haare“ sind vor allem Aluminium, Quecksilber, Cadmium und Blei. Diese Schwermetalle können häufig für Haarausfall verantwortlich sein und sie scheinen überall zu lauern:

  • Aluminium: Findet sich z.B. in Backpulver, Weizenmehl, Salz und Schmelzkäse.
  • Quecksilber: Ist z.B. häufig in Austern, Muscheln, Pilzen und Kartoffeln.
  • Cadmium: Findet sich z.B. in Getreide, Kartoffeln, Getränken und Muscheln. Durch Klärschlämme oder Müllverbrennungsanlagen gelangt das Schwermetall in den Boden und sammelt sich dort an. Dadurch kommen Tiere, Pflanzen und bestimmte Lebensmittel damit in Berührung.
  • Blei: Ist z.B. in veralteten Wasserleitungen vorhanden und kann sich dort ablösen und so im Hahne-Wasser vorzufinden sein. 
 

Die Dosis macht das Gift

Ob und wie stark Schwermetalle sich auf das Haarwachstum bzw. Haarausfall auswirken, hängt immer von der Dosis und der Dauer der Vergiftung ab. Kommt es zum Haarverlust durch die Schwermetallvergiftung, so handelt es sich dabei meistens um einen diffusen Haarverlust.

Diffuser Haarverlust betrifft den gesamten Kopfbereich. Diese Art von Haarausfall wird durch eine Störung des natürlichen Haarzyklus ausgelöst. Grundsätzlich kann dieser in die Wachstumsphase, die Übergangsphase und die Ruhephase aufgeteilt werden. Beim Auftreten eines diffusen Haarverlusts werden einzelne Phasen unterbrochen, was zum Ausfallen der Haare führt. Eine Schwermetallbelastung kann sich sehr früh auf die Haare auswirken, in dem direkt die erste Phase (die Wachstumsphase) des Haarzyklus unterbrochen wird. Hierbei fallen die Haare recht schnell nach dem Kontakt mit dem Metall auf. 

Tatsächlich kann es aber auch dazu kommen, dass der Haarausfall erst drei bis sechs Monate nach dem schädlichen Einfluss wirkt und somit die letzte Phase des Haarzyklus (die Ruhephase) unterbricht. Die Unterbrechung der einzelnen Phasen im regulären Haarzyklus kann dazu führen, dass die Haarwurzeln gänzlich absterben. Ist dem so, dann werden in Zukunft kahle Stellen am Kopf zurückbleiben. 

Da der diffuse Haarausfall den ganzen Kopf betrifft, leiden die Betroffenen an immer dünner werdendem Haar. Leider gibt es für eine solch irreversible Schädigung der Haarwurzeln keine Wundershampoos oder sonstige Produkte, die den betroffenen Personen die alte Haarpracht vor der Vergiftung zurück verleihen. Eine Haartransplantation ist dann meist die einzige und zugleich beste Lösung. 

Es ist nun ersichtlich, dass eine Schwermetallbelastung des Körpers unbedingt vermieden werden sollte, um unerwünschte Folgen und Symptome zu umgehen. Die gänzliche Vermeidung ist heutzutage schwierig. Dennoch kann durch eine bewusste Lebensweise zumindest das Risiko einer Schwermetallvergiftung gesenkt werden. Inzwischen gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten den Körper zu entgiften und währenddessen zu unterstützen. 

Hier einige hilfreiche Tipps, die einfach umgesetzt werden können:

  • Waschen Sie Obst und Gemüse vor dem Verzehr immer mit lauwarmem Wasser.
  • Verpacken Sie Ihre Lebensmittel nicht in Alufolie.
  • Bewahren Sie ihre Nahrungsmittel nie in bereits geöffneten Konservendosen auf.
  • Bauen Sie mehr ballaststoffreiche Lebensmittel in Ihren Alltag ein. Diese helfen den Verdauungstrakt zu reinigen. 
  • Kräuter wie Mariendistel oder Klette sind gut als Unterstützung zur Entgiftung geeignet, da diese wertvolle Antioxidantien enthalten. 

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